Am Vormittag des 06.01.2017 fand in der Kirche St. Blasius in Zuchering ein Gottesdienst für die verstorbenen Kameraden der Feuerwehr Zuchering statt.

Herr Dekan Adolf Rossipal gestaltete einen würdigen Gottesdienst und segnete zugleich die Kameraden. Die musikalische Umrahmung übernahm der Projektchor. Im Anschluss lud die Vorstandschaft alle aktiven Mitglieder zum Weißwurstessen ins Feuerwehrhaus. Am Abend fand die Jahreshauptversammlung im Sportheim des SV Zuchering statt...

Der Süden ist einsatzbereit

Zuchering (aro) 32-mal ist die Freiwillige Feuerwehr Zuchering im vergangenen Jahr ausgerückt. Das ist die zweithöchste Einsatzzahl ihrer Geschichte. Das war bei der Jahresversammlung ebenso Thema wie die gute Nachwuchsarbeit, die der Ortsteilwehr immer wieder bescheinigt wird.

Vorsitzender Markus Schiebl hatte einiges aufzuzählen, als er die Veranstaltungen des vergangenen Jahres Revue passieren ließ. Trotz vieler Übungen und Fortbildungen seien auch Vereinsleben und Geselligkeit nicht zu kurz gekommen, betonte er und nannte unter anderem den gut besuchten Faschingsball, den Ausflug der Aktiven ins Ötztal und den Jugendausflug zur Gunvor-Raffinerie.

An Kommandant Matthias Zrieschling war es, über die Arbeitsschwerpunkte 2016 zu berichten. Im Feuerwehrgerätehaus sei das Treppenhaus in Eigenleistung renoviert worden, berichtete er unter anderem. Mit derzeit 60 Aktiven, darunter drei Frauen, und 16 Feuerwehranwärtern in der Jugendgruppe sei man gut aufgestellt und habe keine Nachwuchssorgen. Die Aktiven hätten insgesamt 5141 Gesamtjahresstunden an Arbeitszeit eingebracht. Besonders hob er die gute Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren von Hagau und Brunnenreuth hervor, wodurch die geforderte Tagesalarmsicherheit im Süden der Stadt gewährleistet werden könne. Er würdigte auch das geänderte Alarmierungskonzept, wonach die Ortsfeuerwehren nun nach Bedarf und nicht mehr nur ortsgebunden und an Landkreisgrenzen orientiert alarmiert würden.

Verdiente Feuerwehrmänner: Kommandant Matthias Zrieschling (links) und Vorsitzender Markus Schiebl (2. v. r.) ehrten im Beisein von Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Lensing (rechts) Reinhard Meier, Andreas Nachlinger, Peter Sandl, Peter Litter und Franz Schmidl sowie zahlreiche Mitglieder der Zucheringer Feuerwehr. - Foto: Rottmair

Im vergangenen Jahr haben die Zucheringer Feuerwehrleute 50 Übungen mit insgesamt 3883 Stunden absolviert. Neben den wöchentlichen Übungen seien auch drei gemeinsame Sondereinsatzübungen mit benachbarten Wehren angesetzt worden. Bei der diesmal in Zuchering abgehaltenen Brandschutzwoche galt es, unter Einsatz von Atemschutz den Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen zu löschen und vermisste Personen zu retten.

Auch in den Ausbildungsbereich wurde mit 823 nachgewiesenen Stunden viel Zeit investiert, was sich durch mehrere bestandene Prüfungen und einem hohen Leistungsstand auszahle und besonders dem großen Engagement des Ausbildungsleiters Josef Lehner zu verdanken sei, lobte der Kommandant. Mit derzeit 16 Atemschutzgeräteträgern habe man die für die Standortsicherheit geforderte Anzahl erreicht, sagte Zrieschling. Stolz berichtete der Kommandant vom hohen Ausbildungsstand seiner Jugendfeuerwehr, die beim Leistungsvergleich mit elf teilnehmenden Feuerwehren in Dünzlau in zwei Gruppen angetreten waren und Platz 1 und 2 erreicht hätten.

Im Vergleich zu 2015 mit 19 Einsätzen wurde die Wehr im vergangenen Jahr mit 32 Einsätzen, davon acht Brandeinsätze, 21 Technische Hilfeleistungen sowie vier Fehlalarme, enorm gefordert, berichtete Zrieschling. In seinem Grußwort würdigte Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Lensing die gute Zusammenarbeit der Zucheringer Feuerwehr mit der Berufsfeuerwehr, ihren hohen Ausbildungsstand, ihre Leistungsfähigkeit und die hervorragende Jugendarbeit. So sei auch künftig optimaler Schutz und Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet.

Von Anton Rottmair

Zahlreiche Mitglieder geehrt

Kommandant Matthias Zrieschling würdigte die Leistung seiner Mannschaft und dankte allen für die hohe Einsatzbereitschaft. Für ihren langjährigen aktiven Dienst ehrte er Werner Maik für 10 sowie Andreas Nachlinger und Markus Schiebl für 25 Jahre mit Urkunden und Erinnerungsgeschenken. Peter Litter und Franz Schmidl überreichte er jeweils einen Geschenkkorb für 30 Jahre sowie Peter Sandl und Reinhard Meier ein Geldgeschenk für 40 Jahre. Zusätzlich werden letztere mit dem Feuerwehrkreuz in Gold am Bande ausgezeichnet.

Die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder nahm Vorsitzender Markus Schiebl vor. Urkunden erhielten Francesco Corvi, Franz Mannert und Benedikt Brunnhuber für 10 Jahre, Hermann Bösenecker, Willibald Hufnagl, Johann Kracher, Josef Martin, Reinhold Martin, Karl Mayerl, Rüdiger Müller, Franz Schmid, Michael Tusolini und Alfred Weiß für 20 Jahre. Markus Bergmaier, Johann Kaltenegger, Holger Löhnert und Hans Peter-Peter Pelzer für 25 Jahre Mitgliedschaft. Fritz Appel, Johann Germann, Reinhard Kaltenegger, Herbert Krammer, Erich Lautner, Anton Rottmair und Hermann Seifert ehrte er mit Urkunden für 30 Jahre, Friedrich Haas, Gerhard Hrubesch, Albert Hufnagl, Karl Kornprobst, Otto Kreuziger, Hans Schödl, Lorenz Vollnhals und
Walter Weindl für 40 Jahre Mitgliedschaft. aro

 

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